Grube Adolf, Merkstein

 

Der Eschweiler Bergwerks-Verein erwarb um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Konzession auf die Grubenfelder in Merkstein, nachdem er kurz zuvor die Grube Anna in Alsdorf in Besitz genommen hatte.

Günstige Absatzmöglichkeiten für Koks, bedingt durch die ansteigende Eisen- und Stahlproduktion des Saarlandes und des Herzogtums Luxemburg, führten gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Erschließung dieser für die Verkokung bestens geeigneten Kohle der Grubenfelder in Merkstein.

1908 erreichte der Adolfschacht das Steinkohlengebirge und 1909 gelang durch einen Wetterquerschlag der Anschluss an die Alsdorfer Grube Anna II. Die Förderung wurde 1913 aufgenommen. Mit einem 1923 fertig gestellten eigenen Wetterschacht wurde Adolf eine selbständige Schachtanlage.

 

 

 

Als erste Grube des Eschweiler Bergwerks - Vereins stellte Adolf 1929 die untertage eingesetzten Maschinen vom aufwändigen Druckluftantrieb auf elektrischen Betrieb um. Gleichzeitig erhielt die Grube als erste deutsche Schachtanlage eine Flotationsanlage zur Aufbereitung der Kohle. 1958 erreichte Adolf mit 939.705 Tonnen Kohle die höchste Jahresförderung seiner Geschichte.

1972 erfolgte mit dem Verbund von Adolf und Anna das Ende der Schachtanlage.

Der Verein "Bergbaudenkmal Adolf e.V." betreut heute das auf dem ehemaligen Grubengelände erhalten gebliebene Fördermaschinenhaus mit einer Dampffördermaschine aus dem Jahre 1913. Von der in unmittelbarer Nähe liegenden markanten Bergehalde der Grube Adolf ist ein Rundblick besonders über den nördlichen Teil des Aachener Reviers möglich.